Fugen tragen maßgeblich zur Stabilität und Wasserbeständigkeit von Wand- und Bodenflächen bei. Mit der Zeit können sie jedoch verfärben, rissig werden oder sich lösen. Das beeinträchtigt nicht nur die Optik, sondern auch die Funktionalität. Im Worst Case wird Feuchtigkeit in den Untergrund eingetragen. Eine Erneuerung ist in der Regel nötig, wenn:
- Fugen sichtbar rissig oder bröckelig sind
- Feuchtigkeit durchdringt oder sich Schimmel bildet
- Struktur und Farbe deutlich nachlassen und der Abriebschutz sinkt
Wie oft sollten Fugen erneuert werden?
Die Lebensdauer hängt stark von Nutzung, Belüftung und der Qualität der bestehenden Fugen ab. In normal beanspruchten Räumen halten Fugen oft 20–25 Jahre. In Feuchträumen verkürzt sich dieser Zeitraum deutlich.
- Bei hoher Nutzung oder schlechter Belüftung: erneuern nach 3–5 Jahren
- Bei guter Belüftung und regelmäßiger Pflege: erneuern nach 7–10 Jahren
Diese Richtwerte unterstützen eine zuverlässige Abdichtung und tragen zur Einhaltung gängiger Feuchtraumstandards bei.
Schritt für Schritt: Fugen fachgerecht erneuern
1. Alten Fugenmörtel vollständig entfernen
Entfernen Sie den bestehenden Mörtel mit Fugenkratzer, Fugensäge oder Elektrofräse. Mindestens fugenbreit und ca. 8 mm tief arbeiten, damit der neue Mörtel zuverlässig bindet. Anschließend gründlich reinigen: Staub, lose Bestandteile und Mörtelreste müssen vollständig entfernt werden. Bei hartnäckigen Rückständen helfen Bürste oder Druckluft.
2. Geeigneten Fugenmörtel auswählen
Der Mörtel muss zur Nutzungssituation passen. Wichtige Kriterien sind Wasserbelastung, Abriebfestigkeit und Reinigungsbeständigkeit.
- Feuchte Bereiche: wasser- und schmutzabweisende Produkte wie Ardacolor Premium+
- Böden: verschleißfeste Fugenmassen , die mechanischer Belastung und regelmäßiger Reinigung standhalten wie Design E910 Epoxy Easy
3. Fugen neu verfüllen
Den Fugenmörtel mit einer Gummifugenkelle diagonal einarbeiten. Die Fugen vollständig füllen und Hohlstellen vermeiden. Gerade auf Böden ist ein gleichmäßiger Anpressdruck wichtig, um ebene und belastbare Ergebnisse zu erzielen. Überschüssige Fugenmasse l rechtzeitig abwaschen.
4. Aushärtung und Schutz
Die Fugenmasse gemäß Herstellerangaben aushärten lassen. In Bereichen mit hoher Feuchte oder intensiver Nutzung empfiehlt sich ein zusätzlicher Fugenschutz oder eine Imprägnierung, um die Lebensdauer zu verlängern.
Fugen überarbeiten – geht das?
Das Ausbessern bestehender Fugen ist möglich, sofern sie noch stabil sind und fest sitzen. Bei losen, beschädigten oder sandenden Fugen sollte der alte Mörtel komplett entfernt werden. Eine Nachverfugung auf instabilem Untergrund führt sonst schnell wieder zu Rissen.
Für ein zuverlässiges Ergebnis: hochwertige Produkte einsetzen
Für dauerhaft belastbare Fugen benötigen Sie Materialien, die auf professionelle Anwendungen ausgelegt sind. Fugenmassen wie Ardacolor Premium+ bieten wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften für Feuchträume. Für Böden stehen abriebfeste, mechanisch belastbare Varianten zur Verfügung. So stellen Sie sicher, dass Ihre Arbeiten den Anforderungen auf der Baustelle und den relevanten Normen entsprechen.