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Häufig gestellte Fragen (F.A.Q.):

Allgemeine Fragen
Wo kann ich ihre Produkte erwerben?

Unsere Produkte werden im Profibereich über den Fachhandel- und Großhandelsvertrieb und über spezielle Einkaufsringe vertrieben.

Der Privatkunde kann unsere Produkte zum Teil über unsere Tochterfirma MEM Bauchemie,die in einigen Baumärkten angeboten werden,käuflich erwerben.

Kann ich Sie für eine Beratung auch telefonisch erreichen?

Für den Profibereich sind wir unter der Telefonnummer +49 (0) 5425 801585 und für Privatkunden sind wir unter +49 (0) 491-9258016 erreichbar. Beide Hotlines sind immer von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00-17:00 Uhr erreichbar.

Welche Produkte vertreiben Sie?

Wir sind Vollsortimenter im Bereich der Bauchemie. Wir haben Bausysteme für zahlreiche Baufachgewerke.

Untergrundvorbereitung für die Klebung von Parkett-, Fliesen-Textil- und elastischen Belägen
Sind alle Untergründe für die Verlegung von Oberbelägen geeignet?

Grundsätzlich eignen sich nach Überprüfung des Untergrundes, alle Estriche, Holz-und Fertigteilkonstruktionen sowie keramische Untergründe für die Verlegung von Boden-, Parkett- und Fliesenbelägen.

Gemäß der entsprechenden DIN-Norm müssen die Untergründe grundsätzlich für die Aufnahme von Oberbodenbelägen geeignet sein und geprüft werden,

d. h. der Untergrund muss insbesondere eben, dauertrocken, sauber, rissefrei, zug- und druckfest sowie schwingungs- und windungsfrei sein.

Wichtig ist, dass Altbeläge komplett entfernt und der Untergrund mit geeigneten Werkzeugen/Maschinen von allen haftungsmindernden Schichten befreit und anschließend mit einem leistungsfähigenStaubsauger gereinigt wird.

Dann erst kann man entscheiden, ob der Untergrund für die Aufnahme von neuen Belägen geeignet und welche Grundierung oder Spachtelmasse für die Untergrundvorbereitung geeignet ist.

Können alte festliegende Oberbeläge überarbeitet werden?

Alte festliegende Nutzbeläge stellen grundsätzlich keinen verlegreifen und normgerechten Untergrund dar und sollten entfernt werden.

In Ausnahmefällen kann ein vorhandener Nutzboden für die Aufnahme eines neuen Bodenbelages geeignet sein. Voraussetzung hierfür ist, dass der vorhandene Bodenbelag in seiner Verbindung zum Untergrund, der geplanten Nutzung entsprechend, ausreichend fest ist.

In diesem Fall sollte der Kunde auf alle Risiken hingewiesen werden. Es können spätere Ablösungen auftreten, die durch Wechselwirkungen der Produkte entstehen. Weiterhin kann der darunter befindliche Untergrund und Bodenbelag weiter altern und dadurch zerstört werden. Insbesondere kann es bei der Verwendung von Dispersionsprodukten zu Geruchsbildungen kommen. Auf diese Gefahren muss der Kunde hingewiesen werden.

Alte elastische Oberbeläge (Ausnahme Linoleum, das immer entfernt werden muss) sowie keramische Beläge sind mit einem speziell dafür geeigneten Grundreiniger zu reinigen, damit alte Pflege-, Wachs- und Schmutzschichten entfernt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass auch die Fugenbereiche intensiv gereinigt werden.

Von alten Parkettbelägen ist grundsätzlich die Parkettversiegelung abzuschleifen. Sollten die Parkettbeläge geölt oder an der Oberfläche gewachst sein, reicht ein Schleifen nicht aus um tief eingedrungenen Wachse und Öle zu entfernen.Dieses Parkett muss komplett entfernt werden.

Woher weiß ich, dass der Untergrund trocken ist?

Estriche werden mittels der CM-Methode auf Restfeuchte überprüft. Diese Prüfungen sind vom Verleger vor Beginn der Verlegearbeiten durchzuführen. Sind Sie Endkunde und wollen ihren Untergrund auf Feuchtigkeit prüfen, sollten sie hierzu professionelle Hilfe durch einen Fachbetrieb aus dem Boden-Parkett- oder Fliesengewerk in Anspruch nehmen.

Wie trocken müssen Untergründe sein?

Zementestriche müssen nach der CM-Prüfung einen Wert von <2,0 CM% unbeheizt und <1,8 CM% beheizt aufweisen. Bei Calciumsulfatestriche sind die Werte <0,5 CM% unbeheizt und <0,3 CM% beheizt erforderlich.

Bei Holz-und Fertigteilkonstruktionen muss gewährleistet sein, dass eine entsprechende Abdichtung unterhalb dieser Konstruktionen vorhanden ist.

Grundierungen
Muss der Untergrund grundiert werden?

Vor Spachtelarbeiten ist grundsätzlich eine Grundierung erforderlich. Grundierungen vermindern die Saugfähigkeit des Untergrundes, damit die Spachtelmasse bei stark saugenden Untergründen nicht „verbrennt“ und dadurch der Verlauf der Spachtelmasse nicht beeinträchtigt wird. Weiterhin erhöhen sie die Verbundfestigkeit von Untergrund zur Spachtelmasse. Einige Grundierungen auf Basis Polyurethan, Epoxidharz, SMP, etc., können auch als kapillar brechende Schicht bei erhöhter Restfeuchte bei zementären Untergründen eingesetzt werden. Weiterhin schützen diese Grundierungen auch feuchtigskeitsempfindliche Untergründe. 

Können Grundierungen verdünnt werden?

Dies ist produktabhängig. Einige Dispersionsgrundierungen können je nach Saugfähigkeit des Untergrundes zum Teil bis zu 1:3 mit Wasser verdünnt werden. Andere Grundierungen z.B. Polyurethan- oder Epoxidharzgrundierungen werden im Mischungsverhältnis A und B Komponente entsprechend gemischt. Für genaue Angaben bitte das Technische Merkblatt der Grundierungen beachten oder unsere Anwendungstechnik kontaktieren.

Sollte beim Auftragen mehrerer Spachtelschichten zwischengrundiert werden?

Um den Haftverbund zwischen den einzelnen Spachtelschichten zu erhöhen, ist das Auftragen einer Grundierung erforderlich.

Sollten nicht saugfähige Untergründe grundiert werden?

Um einen guten Haftverbund zwischen Untergrund und Spachtelmasse herzustellen, sollten nicht saugfähige Untergründe mit geeigneten Grundierungen vorgestrichen werden.Welche Grundierung hierfür geeignet ist, entnehmen sie bitte dem Technischen Merkblatt der Grundierung oder kontaktieren Sie unsere Anwendungstechnik.

Spachtelmassen
Welche Arten von Spachtelmassen gibt es?

Es gibt Spachtelmassen auf Zement- und Gipsbasis. Beide Spachtelmassen können im Innenbereich auf allen tragfähigen Untergründen eingesetzt werden. Aufgrund der verschiedenen Anforderungen an die Eigenschaften der Spachtelmasse sollte man je nach Einsatzbereich die geeignete Spachtelmasse auswählen. Hierzu beachten Sie die Technischen Datenblätter oder kontaktieren unsere Anwendungstechnik.

Welche Aufgaben erfüllt eine Spachtelmasse?

Spachtelmassen werden zum Erstellen einer Ebenflächigkeit des Untergrundes eingesetzt. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist das Erstellen einer gleichmäßigensaugfähigen Schicht für den späteren Einsatz von Dispersionsklebstoffen.

Wie wird eine Spachtelmasse angemischt?

In einem sauberen Gebindewird kaltes sauberes Wasser nach Mengenvorgabe des Technischen Datenblattes (siehe Sackaufdruckder einzusetzenden Spachtelmasse)gefüllt. Bitte das Wasserverhältnis beachten und nicht eigenmächtig abändern. Dann wird das Spachtelmassenpulver dem Wasser zugegeben und direkt mit einem geeigneten Rührwerk zu einer klumpenfreien und homogenen Masse angerührt. Nach dem Anrühren die Spachtelmasse (ca. 2 Minuten)die Masseruhen lassen und dann nochmals kurz aufrühren.

Wie wird die Spachtelmasse verarbeitet?

Die Spachtelmasse wird innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit aufgetragen. Um ein Höchstmaß an Ebenflächigkeit zu erreichen, empfiehlt es sich die Spachtelmasse mit einem Rakel einzubringen.

Wie lange muss eine Spachtelmasse trocknen?

Die Trockenzeit ist abhängig vom eingesetzten Produkt, Schichtstärke und raumklimatischen Verhältnissen.

Klebstoffe
Welche Arten von Klebstoffen gibt es?

Wir haben verschiedene Klebstoffe in unterschiedlichen Kategorien im Portfolio.

Fixierungen mit denen wir im Privatbereich textile und CV-Beläge arretieren können. Dieses ermöglicht ein leichtes Entfernen im Renovierfall.

Dispersionsklebstoffe die für Bodenbelagarbeiten eingesetzt werden. Hierzu unterscheiden wir Nassbett-, Haftkleb- und Kontaktklebstoffe. LVT-Beläge werden überwiegend mit Nassbettklebstoffen geklebt um das Maßänderungsverhalten des LVT-Belages gering zu halten. In Einzelfällen werden textile und homogene Beläge auf nicht saugfähige Untergründe verlegt. In diesem Fall werden Haftklebstoffe eingesetzt. Den Klebstofffilm so lange ablüften lassen, bis das überschüssige Wasser aus dem Klebstoff verdunstet ist und der Klebstoff Fäden zieht. Bei diesem Klebeverfahren ist ein Eindruckverhalten von Möbelaufstandflächen nicht immer zu vermeiden. Die Herstellerangaben des Bodenbelagsherstellerssind zu beachten und Folge zu leisten.

Für Wand- und Treppenklebung werden Kontaktklebstoffe verwendet. Hierzu wird der Klebstoff beidseitig aufgetragen. Beide Klebstoffflächen so lange ablüften lassen, bis sie berührtrocken sind. Danach wird der Belag passgenau eingefügt und angewalzt. Ein korrigieren des Belags ist nicht mehr möglich.

Für die Klebung von Parkett- und Systemhölzern werden heute marktübliche SMP-Klebstoffe eingesetzt. Diese Klebstoffe reagieren über die Material- und vorhandene Luftfeuchte aus. Die Auswahl des Klebstoffes sowie die eingesetzte Menge wird über die Zahnung geregelt und ist abhängig von der Holzart, Maße und Parkettart.

Bodenbeläge

Welche Art von Bodenbelägen kennen wir?

 

Textile Oberbeläge

Teppichböden werden mehrschichtig im Tuftingverfahren eingenäht. Hierzu wird in einem Gewebe mittels Nadeln das Polgewebe eingewebt. Dann wird die Rückseite des Teppichbodens mit einer Latexierung stabilisiert und zusätzlich ein Rückenvlies oder Gewebe (TR-/SDR-Rücken) aufgeklebt. Es gibt aber auch Webteppichböden, in die alles ineinander übergehend gewebt ist. Diese Teppichböden sind hochwertiger als Tuftingbeläge, weil sie in der Regel auch strapazierfähiger sind.

Nadelvliesbeläge gibt es in der preiswerten Variante als einschichtige und als mehrschichtige Beläge (Objektbeläge). Hierzu wird loses Gewebe miteinander vernadelt. Als Trägerschicht wird eine Latexierung aufgetragen.

Selbstliegende (SL) Teppichfliesen werden in der Regel je nach Rückenausstattung nur arretiert /fixiert, damit eine einfache Aufnahme der Fliese gewährleistet ist. Als Rückenausstattung werden überwiegend Schwerbeschichtungen eingesetzt. Natürlich können diese Fliesen auch vollständig mit Klebstoffen geklebt werden. Bei der Verklebung ist ein Aufnehmen der Fliese ohne Materialbeschädigung nicht mehr möglich.

Elastische Beläge

Was ist der Unterschied zwischen homogenen und heterogenen Belägen? 

Homogene Beläge bestehen aus einer oder mehreren Schichten mit gleicher Materialzusammensetzung und Farbe. Diese werden hauptsächlich in Objekten verwendet.

Heterogene Belägebestehen aus mehreren verschiedenen Schichten, z.B. Nutz-, Stabilisierungs- und Trägerschichten etc.

Kautschuk (Elastomer) Bodenbeläge

Kautschukbeläge sind in den Standardmaßen von 2 –4 mm erhältlich. Diese Beläge werden in Bahnen und Fliesenware hergestellt. Diese Beläge werden auf einen gleichmäßig saugfähigen Untergrund mit geeigneten Dispersionsklebstoffen geklebt. In stark belasteten Bereichen können auch PU-Klebstoffe eingesetzt werden.

PVC-CV(Polyvinylchlorid) Bodenbeläge

PVC (Polyvinylchlorid) Bodenbeläge können homogen oder heterogen sein und sowohl als Bahnen oder Fliesen bzw. Planken gefertigt werden.

Bei Plankenware wird oft von Designbelag oder LVT-Belag gesprochen, beide Begriffe beschreiben den Bodenbelag als Fliese oder Planke.
Bei Designbelägen bzw. LVT sollte immer geprüft werden ob es sich um PVC/ PVC-FreiePolyurethanbelägeoder Akustik-Bodenbeläge handelt.
Je nach Art des Bodenbelag muss ein entsprechend geeigneter Klebstoff verwendet werden.

Bitte in solchen Fälle Rücksprache mit der Anwendungstechnik halten.

Linoleum

Linoleum ist ein Bodenbelag der fast ausschließlich ausnatürlichen Rohstoffen hergestellt wird.
Er wird in Rollenware produziert und kann eine Stärke von 2,0 bis zu 4,0 mm je nach Einsatzgebiet aufweisen.

Klassisch hat Linoleum in der Bahnenware einen Juteträger als Rücken, im Fliesenformat bzw. Planken wird ein Polyestergewebe eingesetzt. Dieses Gewebe wird wegen der Hygroskopieeingesetzt,um das daraus entstehende Wachsen und Schrumpfen des Linoleums zu minimieren.
Linoleum gibt es auch in heterogener Varianten z.B. mit einem Korkmentrücken oder PU-Schaumrücken als Schallschutzlösungen.
Durch die verschiedenen Rückenausstattungen muss auch hier ein dementsprechendgeeigneter Klebstoff verwendet werden.

Parkettbeläge

Welche Parkettarten gibt es?

Wir unterscheiden zwischen Massivholz- und Mehrschichtparkett in verschiedenen Längen-, Breiten- und Dickenmaßen. Weiterhin werden verschiedene Holzarten für Parkett verarbeitet. Hierbei gibt es sehr feuchtigskeitsempfindliche Holzarten wie Buche, Esche und Ahorn etc. und Holzarten die nicht so empfindlich sind wie Eiche. Auch viele Exotenhölzer wie Wenge, Merbau,etc. werden zu Parkett verarbeitet. Für die Klebstoffauswahl zum Kleben dieses Parketts hilft Ihnen unsere Anwendungstechnik gerne weiter.

Warum sollte Parkett vollflächig auf dem Untergrund geklebt werden?

Vollflächig geklebtes Parkett dämpft den Gehschall. Es erhöht den Wohnkomfort, die Hochwertigkeit des Bodens wird gesteigert. Bei Klebung des Parketts auf Fußbodenheizung bildet sich keine luftisolierende Schicht zwischen Parkett und Untergrund. Die Wärme kann ungehindert und zügig weitergeleitet werden. Geklebtes Parkett kann kreativer als Fischgrät, Würfel, etc. gestaltet werden. Weiterhin kann geklebtes Parkett später in der Oberfläche besser abgeschliffen und mit Lacken, Ölen oder Wachsenneu versiegelt und saniert werden.

Müssen Beläge oder Parkett vor der Verlegung unbedingt akklimatisiert werden?

Grundsätzlich müssen alle Verlege-und Hilfsstoffe sowie Oberbodenbeläge entsprechend der Herstellervorgaben akklimatisiert werden. Die raumklimatischen Bedingungen sind bauseitig 3 Tage vor den Arbeiten, während der Arbeiten und bis zu 7 Tage nach Fertigstellung beizubehalten. Mindestvorrausetzung bei der Verlegung sind 18°C Raumtemperatur, 15°C Untergrundtemperatur und einer maximalen rel. Luftfeuchte von 65% bei Parkett-, maximal 75% bei Bodenbelagarbeiten.

Fliesen
Wie lange muss ein Fliesenkleber aushärten bis er verfugt werden kann?

Es gibt unterschiedlich schnell aushärtende Fliesenkleber bzw. Dünnbettmörtel. Je nach Eigenschaften der unterschiedlichen Beläge und des vorliegenden Untergrundes, ist der Mörtel auszuwählen. Es gibt schnell abbindende Fliesenkleber, die nach 3 Stunden begeh- und verfugbarsind, mittelschnell abbindende Mörtel die nach 6 Stunden begeh- und verfugbar sind und normal abbindende Kleber die nach 12 –24 begeh-und verfugbar sind. Die Abbindezeiten der einzelnen Fliesenkleber findet man in den jeweiligen Technischen Datenblättern oder auf den Sackaufdrucken der Mörtel.

Wieviel Anmachwasser benötige ich für ein Gebinde mineralischen Fliesenkleber oder mineralische Fugenmassen?

Da es sich um trockene fertig vorgemischte Kleb- und Fugmörtel handelt, sind die angegebenen Wassermengen auf den Sack-/ Beutelaufdrucken oder den Angaben in den jeweiligen Technischen Datenblatt einzuhalten. Eine veränderte Wassermenge verändert die Eigenschaften der Produkte, z. B. geringere Festigkeiten, Farbveränderungen, schlechtere Verarbeitbarkeit. Werden Teilmengen eines Gebindes angemischt, sollten diese exakt abgewogen und das Wasserverhältnis entsprechend angepasst werden.

Kann ich mit einem Fliesenkleber/ Dünnbettmörtel alle keramischen Beläge verkleben.

Aufgrund der großen Auswahl an Belägen (z. B. saugfähige und nicht saugfähige Fliesen, Natursteine, Großformate, Betonwerksteine, Glasmosaike, usw.) und den unterschiedlichen Eigenschaften des zu belegenden Untergrundes (Zement-, Gipsputz, Zement-, Calciumsulfat-, Gußasphaltestriche, Trockenbauwände und –estriche, usw.) mit unterschiedlichen Flächenlagen (Innen- und Außenbereich, unter Wasser, Feuchträume, usw.), werden den Voraussetzungen entsprechend Fliesenkleber mit den jeweils benötigten Eigenschaften angeboten. Genauere Angaben zu den einzelnen Mörteln sind in den Technischen Datenblättern zu finden.

Welche Menge an Fliesenkleber bzw. welche (Zahn)Kelle wird eingesetzt?

Die Menge des Fliesenklebers ist abhängig von der Fliesengröße, der Ebenheit des Untergrundes und die dazu benötigten verschiedenen Zahnungsgrößen der eingesetzten Kellen. Grundsätzlich steigt mit der Kantenlänge des Belages auch die Größe der Zahnung und der angewandten Auftragsmethode die Verbrauchsmenge des Mörtels(Floating Verfahren, Auftrag des Klebers nur auf dem Untergrund; Buttering- Floating Verfahren, Auftrag des Klebers auf Untergrund und der Rückseite der Fliese). Da auch verschiedene Zuschlagsstoffe bei der Herstellung der Trockenmörtel eingesetzt werden, ist eine generelle Angabe der Verbrauchsmengen nicht möglich. Grundsätzlich sollte bei der Verwendung von Dünnbettmörteln eine möglichst große Benetzung der Klebeflächen das Ziel sein, allgemein gilt mindestens 60 %, oder hohlraumfrei z. B. im Außenbereich. Verbrauchsangaben der einzelnen Kleber findet man in den Technischen Datenblättern und auf den Sackaufdrucken.

Wie kann ich einen Zementschleier von keramischen Belägen entfernen?

Zementschleier werden mit geeigneten Reinigungsmittel aus dem Fachhandel entfernt. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Beläge, sollte vor dem Einsatz eines Reinigungsmittels Rücksprache mit dem Belagshersteller gehalten werden. Da es sich in der Regel um saure Reiniger handelt, muss den Anweisungen des Reinigerherstellers unbedingt nachgekommen werden, da der Reiniger bei falscher Anwendung auch den zementären Fugenmörtel bzw. dessen Bindemittel angreift und die Fuge zerstört.

Welcher Fugenmörtel soll eingesetzt werden?

Die Auswahl des Fugenmörtels ist abhängig vom Belag (saugfähig, nicht saugfähig, verfärbungsempfindlich, usw.), der Flächenlage des Belages (Wand, Boden, innen, außen, unter Wasser, chemisch oder mechanisch belastet, usw.) und der Fugendimension. Es gibt zementäre Fugenmassen mit verschiedenen Eigenschaften (wie zum Beispiel schnell abbindend, besonders hohe Abriebfestigkeit, für besonders schmale Fugen) sowie unterschiedliche Reaktionsharzfugmörtel (mit sehr hohen chemischen Beständigkeiten und Festigkeiten), die zum Teil auch als Kleber verwendet werden können.

Warum gibt es Farbunterschiede in zementären Fugen?

Farbunterschiedekönnen mehrere Ursachen haben. Da in den zementären Fugenmaterialien Naturprodukte wie Sand und Zement eingesetzt werden, kann es schon bei der Herstellung zu leicht variierenden Farbunterschieden kommen. Deshalb sollten einzelne Räume möglichst immer mit einem Fugenmörtel aus derselben Herstellungscharge verwendet werden. Auffällig sind auch Kleberreste in den Fugen. Ebenfalls kommt es bei einer falschen Anmachwassermenge zu Farbveränderungen. Empfehlenswert ist zudem das Anmischen mit einem geeignetem maschinellen Rührwerk durchzuführen, um eine homogeneMischung zu erreichen. Auch der zu frühe und falsche Einsatz von Reinigungsmitteln (z. B. Zemtschleierentferner), kann die Optik einer zementären Fuge negativ beeinflussen.

Wie trocken müssen Untergründe sein?

Zementestriche müssen nach einer CM- Prüfung einen Wert von < 2,0 CM % (beheizt und unbeheizt) aufweisen. Bei Calciumsulfatestrichen sind die Werte <0,5 bei unbeheizten und < 0,3 bei beheizten Estrichen.

Sollen feuchtigkeitsbeanspruchte Flächen unter Fliesenbeläge abgedichtet werden?

Fliesen- und Plattenbeläge sind durch ihren Fugenanteil wasserdurchlässig. Deshalb sollten feuchtigkeitsbeanspruchte Flächen abgedichtet werden, um den Untergrund und angrenzende Bauteile vor Wasserbelastung zu schützen. Abdichtungsprodukte gibt es je nach Beanspruchungsklasse, auf Dispersionsbasis wie Bostik ArdatecFlexdicht, mineralischer Basis wie Bostik Ardatec 1K Flex, Ardatec 2K Flex, Turbotec2K+, Bahnenware wie der Ardatec Membran      oder auf Epoxidharzbasis Bostik ArdatecXtrem.

Passende Dichtbänder zu den vorgenannten Produkten, wie das Ardatape 120 extra und verschiedene Dichtmanschetten, sorgen für eine entsprechende sichere Einbindung von Durchdringungen und Fugenüberbrückung.

Was ist zu beachten bei einer Verlegung eines neuen Fliesenbelages auf einem vorhandenen Fliesenbelag?

Der vorhandene Fliesenbelag muss fest und tragfähig sein. Nicht fest verbundene Fliesen oder Bereiche müssen entfernt werden. Eine Egalisierung der entfernten Flächen kann mit dem standfesten Reparaturmörtel Bostik SL C970 Renoplus ausgeführt werden. Der vorhandene Altbelag muss frei von Trennschichten (wie z. B. Seifenreste, Fett, Kalk, Öl, usw.) sein. Es empfiehlt sich eine Grundreinigung durchzuführen. Zur besseren Haftung des neu aufzubringenden Aufbaus, sollte eine Grundierung mit dem Bostik ArdagripXpress (schnelle Spezialgrundierung für nichtsaugende Untergründe) aufgebracht werden.

Welche Grundierung sollte eingesetzt werden?

Grundierungen wie das Bostik Ardagrip Classic oder Bostik ArdagripMulti vermindern die Saugfähigkeit oder gleichen unterschiedliches Saugvermögen aus und binden lose Teilchen. Dadurch wird der Haftverbund von Spachtelmassen, Verbundabdichtungen oder Fliesenkleber zum Untergrund verbessert. Ebenfalls wird durch die Grundierung, bei stark saugenden Untergründen, dafür Sorge getragen, dass mineralischen Produkten nicht zu schnell das Anmachwasser entzogen wird („verbrennen“) und das Abbindeverhaltender mineralischen Produkte nicht negativ beeinflusst wird.

Grundierungen wie Bostik ArdagripXpress werden auf nichtsaugenden Untergründeneingesetzt,z.B. auf glatten, dichten und nichtsaugenden Betonflächen, keramischen Fliesen, Terrazzo, Natur- und Kunststeinplatten, schlecht abgesandetenGußasphaltestrichen sowie alten festsitzenden Nutzbelägen (außer Gummi und Linoleum). Die Grundierung dient der Haftverbesserung von Spachtelmassen, Dichtungsschlämmen und zementären Klebemörteln.

Spezielle Grundierungen wie das Bostik Hytec P510 Renorapid auf Basis Polyurethan, das Bostik Hytec E730 Xtremauf Basis Epoxidharz, etc., können auch als kapillar brechende Schicht bei erhöhter Restfeuchte bei zementären Untergründen eingesetzt werden. Weiterhin schützen diese Grundierungen auch feuchtigskeitsempfindliche Untergründe wie Calciumsulfatestriche vor dem Anmachwasser aus Spachtelmassen und Fliesenklebern. 

Versiegelungen
1. Wie müssen Fugen konstruiert sein, um Bewegungen aufnehmen/ausgleichen zu können?

Wichtigste Regel ist, dass der eingesetzte Dichtstoff nur an den 2 äußeren Flanken haften darf. Hat der Dichtstoff zwischen den beiden Flanken einen festen Verbund zum Untergrund (Dreiflankenhaftung), ist die Bewegungsaufnahme stark eingeschränkt. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

2. Womit kann ich Fugen an Betonelementen und Sichtmauerwerk verfugen?

Je nach Beanspruchung empfehlen wir entweder Bostik H560 Seal 'N' Flex Bau & Fassade oder Bostik H726 Seal 'N' Flex Bau SMP. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

3. Welchen Dichtstoff empfehlen Sie für Bereiche um Duschen & Wannen?

Dichtstoffe, die in diesen Bereichen zum Einsatz kommen, sind mit Fungizid (Pilz-Hemmer) ausgestattet. Bostik Sanitärsilicone sind besonders gut geeignet, aber auch Bostik Universal Silicone wie z. B. S786 Seal 'N' Flex 4in1 oder S733 Seal 'N' Flex Bau Silicon können in diesen Bereichen eingesetzt werden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren technischen Vertreter vor Ort, um eine spezifische Produktempfehlung zu erhalten.

4. Welches Produkt sollte ich für Parkett Anschlüsse verwenden?

In der Regel empfehlen wir Bostik H755 Parkett Hybrid. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren technischen Vertreter vor Ort, um eine spezifische Produktempfehlung zu erhalten.

5. Womit kann ich Bodenfugen mit erhöhter Beanspruchung (z.B. Parkhäuser, Lagerhäuser) verfugen?

Wir empfehlen Bostik P795 Seal 'N' Flex Premium. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

6. Wie lange dauert das Aushärten von Dichtstoffen?

Abhängig von der Dichtungsmasse und den klimatischen Bedingungen, ca. 1 - 2 mm in 24 Std. Weitere technische Informationen entnehmen Sie bitte dem jeweiligen TDS.

7. Darf ich Dichtstoffe überstreichen?

Generell dürfen nur Dichtstoffe mit einer ZGV (zulässigen Gesamtverformung) von 12,5P und niedriger überstrichen werden. Vorausgesetzt der eingesetzte Dichtstoff ist anstrichverträglich mit dem vorgesehenen Beschichtungssystem. Bitte wenden Sie sich an das TDS oder an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

8. Was bedeutet anstrichverträglich?

Die Anstrichverträglichkeit unterteilt sich in zwei Bereiche:

A1: Der Dichtstoff haftet auf einer bereits vorhandenen Beschichtung.

A2: Eine neue Beschichtung kommt an einen bereits vorhandenen Dichtstoff, wobei der Anstrich auf 1 mm im Randbereich des Dichtstoffes zu begrenzen ist. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

Verklebungen
1. Welcher Montagekleber ist die universellste und sicherste Variante für die Verbindung verschiedenster Materialien?

Hybride eignen sich im besonderen Maße, da sie hervorragende Haftungseigenschaften aufweisen und Aufgrund ihres elastischen Verhaltens spannungsausgleichend wirken. Wenden Sie sich bitte an Ihren technischen Vertreter vor Ort, um eine spezifische Produktempfehlung zu erhalten.

2. Womit kann ich kostengünstige aber hochfeste Verklebungen im Innenbereich z.B. mit Zierprofilen & Sockelleisten durchführen?

Wir empfehlen Bostik A785 High GripDeco. Voraussetzung ist jedoch eine saugfähige Seite/Untergrund, da es sich um einen Dispersionskleber handelt. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

3. Ich möchte an senkrechten Flächen etwas Schweres befestigen ohne das Werkstück zusätzlich bei der Verklebung fixieren zu müssen.

Der ideale Montagekleber für diese Anwendung ist Bostik H785 High Tack. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

4. Es sollen Holzverbindungen im Innen- und Außenbereich hochfest und wasserresistent (D4) verklebt werden?

Dort ist Bostik P580 SupergripXtra Power der ideale Montagekleber. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen technischen Vertreter für spezifische Produktempfehlungen.

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